Bassersdorf

Am Wahlpodium der Parteien zeigten sich die Kandidierenden im besten Licht

Am Dienstag, 3. Februar , fand in der Aula des Schulhaus Chrüzacher ein öffentliches Wahlpodium zu den Behördenwahlen im kommenden März statt. Die Bevölkerung erhielt dabei die Gelegenheit, alle Kandidatinnen und Kandidaten persönlich zu treffen und mit ihnen zu diskutieren.

Melissa Näf (GLP) begrüsste die zahlreich erschienen Interessierten für das von den Parteien organisierte Wahlpodium. (tj)

Verantwortlich für die Durchführung dieses Wahlpodiums war die Parteienkoordination Bassersdorf, ein Zusammenschluss aller Ortsparteien in Bassersdorf: FDP, GLP, IG Basi, SP, EVP, die Mitte und SVP. So lockte diese Podiumsdiskussion zu den Wahlen 2026 viele Bürgerinnen und Bürger an und brachte zentrale Zukunftsfragen von Bassersdorf buchstäblich auf die Bühne. Im Fokus standen die beiden Kandidaten Christian Pfaller (SVP) und Sascha Balmer-Bühler für das Gemeindepräsidium sowie die acht Personen, welche für den Gemeinderat kandidieren. Alle anderen Behördenkandidierende konnten sich im Foyer des Schulhauses Chrüzacher den Besuchern vorstellen und deren Fragen beantworten. Dazu servierten die Parteien Getränke und Knabbereien, um das Eis zu brechen.

Verkehr und Schule Themen, die umtreiben

Besonders intensiv wurde während der knapp zwei Stunden dauernden Veranstaltung über den zunehmenden Verkehr in der Region diskutiert, wobei Forderungen nach optimiertem öffentlichen Verkehr und intelligenten Verkehrsleitsystemen aufeinandertrafen. Auch das starke Bevölkerungswachstum und die Bautätigkeit rund um den Bahnhof Bassersdorf sorgten für Gesprächsstoff, verbunden mit dem Ruf nach klarer strategischer Planung. Die Zukunft der Schulen erwies sich als weiterer Gesprächs- und Diskussionsschwerpunkt, da steigende Schülerzahlen unterschiedliche Lösungsansätze erfordern. Zusätzlich rückten unter anderem Sport- und Freizeitinfrastrukturen in den Vordergrund, was zu engagierten Voten vor und auf der Bühne führte.

Aufgelockert wurden die Voten der Kandidierenden mit einem Ja-/Nein-Spiel auf vier Fragen der Moderatorin Susanne Gutknecht vom dorfblitz. So fanden die bereits im Amt stehenden Gemeinderäte Richard Dunkel (igBasi), Adrian Hediger (SP), Daniel Hofmann (FDP) und Tim Gelmi (parteiunabhängig) ihren Aufwand für das Gemeinderatsamt durchaus als angemessen – die gelbe Ja-Tafel schnellte bei allen in die Höhe.

Auch die neu kandidierenden Alexandra Lukas (FDP), Linda Maduz (SP), Biago Rizzo (SVP) und der parteiunabhängige Michael Walthard zeigten erstmals den Basserdorfer Interessierten ihre kommunikativen Fähigkeiten und Ansichten zu Themen wie zwischenmenschliche Kommunikation, Tagesstrukturen, Wohneinrichtungen und  Verkehrsthemen. Die Zuhörer gewannen so einen guten ersten Einblick. Das Ja-/Nein-Spiel zeigte, dass alle in die Arbeit des heutigen Gemeinderates Vertrauen haben, bei der Kommunikation jedoch nicht alle einig sind.

Unterschiedliche Ansätze bei den Präsidentschaftskandidaten

Beim Schlagabtausch der beiden Präsidentschaftskandidaten Pfaller und Balmer konnte das Publikum einige Unterschiede wahrnehmen. Bei Fragen um den öffentlichen Verkehr, Umweltthemen sowie der Voraussetzungen für die Ansiedlung von Unternehmen in den neuen Gebieten gab es klare Voten der Kandidaten. Dialogfähig sehen sich beide Kandidaten. Während Christian Pfaller das Kollegialitätsprinzip als ein wichtiges Instrument zur Zusammenarbeit des Gemeinderates ansieht, sieht Sascha Balmer-Bühler es als wichtig an, dass man zu seiner Meinung stehe auch gegen aussen.

Das Publikum brachte zwischen den Diskussionsgefässen sowie beim anschliessenden Apèro seine Anliegen vor und suchte den aktiven Austausch mit den sich präsentierenden Kandidaten.

Die Wahl für den Gemeinderat und die weiteren Behördenmitglieder findet am 8. März 2026 statt.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der Februar-Nummer des dorfblitz am 26. Februar.

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