Blasmusik sucht die nächste Generation
Anfangs Juli organisierte die Stadtjugendmusik und die Stadtmusik Kloten ein Konzert auf dem Stadtplatz in Kloten. Neben der Musik stand auch die Zukunft der Blasmusik im Mittelpunkt – denn die Stadtjugendmusik ist auf Nachwuchs angewiesen.
Die Stadtjugendmusik und die Stadtmusik Kloten luden Anfang Juli zu einer Matinée auf dem Stadtplatz in Kloten ein. Mit einem abwechslungsreichen Programm boten die Formationen dem Publikum einen stimmungsvollen musikalischen Vormittag. Hinter dem Konzert stand jedoch nicht nur die Freude am gemeinsamen Musizieren, sondern auch das Anliegen, auf die Nachwuchsförderung aufmerksam zu machen. Derzeit zählt die Stadtjugendmusik nur rund zehn Mitglieder im Alter zwischen 10 und 25 Jahren. Die Hälfte der jungen Musizierenden ist in Bassersdorf wohnhaft. Auch Martin Knecht, Präsident der Formation, stammt aus Bassersdorf. Er trat vor über 20 Jahren der Stadtjugendmusik Kloten bei, nachdem sich die Jugendmusik Bassersdorf-Nürensdorf aufgelöst hatte.
Aktuelle Herausforderungen
Für den stetigen Rückgang des Nachwuchses in der Stadtjugendmusik Kloten sieht Knecht verschiedene Ursachen: Einerseits erfordere das Erlernen eines Instruments Ausdauer und regelmässiges Üben. Dies seien Eigenschaften, die in der heutigen schnelllebigen Zeit zunehmend seltener würden, so Knecht. «Zudem wird derzeit weder in Kloten noch in Bassersdorf in der Schule das Fach Klassenmusizieren angeboten – daher kommt ein Grossteil der Kinder gar nie mit Blasinstrumenten in Kontakt.» Entsprechend sei es umso wichtiger, aktiv Werbung zu machen: mit Konzerten, Instrumentenvorstellungen oder der Möglichkeit, Instrumente selbst auszuprobieren. Solche Angebote sollen künftig insbesondere auch an Schulen in Bassersdorf durchgeführt werden. Desweiteren setzt die Stadtjugendmusik Kloten auf eine enge Zusammenarbeit mit Musikschulen und den Schulen in der Region, um Kinder für das gemeinsame Musizieren zu begeistern und ihnen den Zugang zu Blasinstrumenten zu erleichtern.




