Bassersdorf

Ortsparteien fordern Umfahrung «Bahnhof Süd»

Ende März reichte der Bassersdorfer Kantonsrat Thomas Lamprecht (EDU) beim Kantonsrat ein Postulat ein. Darin wird der Regierungsrat aufgefordert zu prüfen, ob die Verbindungsstrasse Klotener-/Zürichstrasse in Bassersdorf (Umfahrung Bassersdorf Süd) in die bevorstehende Teilrevision des Kantonalen Richtplans aufgenommen werden kann.

Dieser Kartenausschnitt visualisiert, wo die Ent­lastungsstrasse «Bahnhof Süd» durchführen soll. (zvg)

Durch den Bau des Brüttenertunnels muss die Kantonsstrasse auf dem Abschnitt Baltenswil bis Bassersdorf südlich der Gleise verlegt werden. Dieses 700 Meter lange Strassenstück wurde Ende Jahr in den Kantonalen Richtplan aufgenommen. Fallengelassen hatte der Kanton jedoch das Teilstück Umfahrung Bassersdorf Süd, welches die Zürich- mit der Klotenerstrasse im Gebiet Grindel verbunden hätte. Dies wollen Ortspolitiker von Bassersdorf nicht einfach so hinnehmen. In ihrem Postulat, welches der Bassersdorfer Kantonsrat Thomas Lamprecht (EDU) Ende März eingereicht hat, fordert er – zusammen mit Vertretern der Ortsparteien SVP, EVP und BDP/Mitte – den Regierungsrat auf zu prüfen, ob diese Umfahrungsstrasse doch wieder in den Kantonalen Richtplan aufgenommen werden könnte.

Die Südumfahrung bringe für Bassersdorf eine massive Entlastung der Ortsdurchfahrt vom Durchgangsverkehr und müsse darum weiterverfolgt werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Initianten. Auch die Arbeitsplatzgebiete würden optimal erschlossen und die geplante zukünftige urbane Entwicklung Bahnhof/Bassersdorf Süd könne gestärkt werden.

Griffige Massnahmen

Damit es nicht zu einer unerwünschten Kapazitätserhöhung des motorisierten Individualverkehrs kommt, wie das der Kanton befürchtet, schlagen die Parteivertreter «griffige Massnahmen» vor, wie sie schreiben. Die Verbindungsstrasse als «neue» Strasse solle die Klotenerstrasse als Staatsstrasse ersetzen. So könne die Klotenerstrasse als Gemeindestrasse abklassiert werden, was die Möglichkeiten biete, entsprechende Verkehrsberuhigungen umzusetzen. Auch das einstige Trassee der Glattalbahn würde auf der Klotenerstrasse zu liegen kommen, was die Kapazität weiter reduzieren würde, sind die Politiker überzeugt.
Eine Temporeduktion auf 50 Stundenkilometer hätte eine weitere Beruhigung zur Folge. Interessanterweise will sich auch der Bassersdorfer Gemeinderat die Möglichkeit einer solchen Umfahrungsstrasse nicht verbauen und hat sich im Entwurf des revidierten kommunalen Richtplans diese Option ebenfalls offengehalten.

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