Anlagestiftung übernimmt Baubrache von «Tännli Brunner»
Nach jahrzehntelangem Stillstand kommt Bewegung in eine der bekanntesten Baubrachen von Bassersdorf: Die zentral gelegenen Grundstücke an der Ecke Klotener- und Opfikonerstrasse (vis à vis Denner) haben den Besitzer gewechselt.
Der bisherige Eigentümer Urs Brunner im Dorf auch als «Tännli-Brunner» bekannt, hat seine rund 3600 Quadratmeter grosse Parzelle bereits im Februar an die Zürcher Immobilienanlagestiftung HIG in Zürich verkauft, wie der Tages-Anzeiger als erstes berichtet.
Lange geplant, nichts realisiert
Damit endet eine über 20 Jahre dauernde Planungsgeschichte, geprägt von Verzögerungen, Rechtsstreitigkeiten und immer neuen Projektankündigungen. Brunner hatte wiederholt Überbauungen in Aussicht gestellt, umgesetzt wurde jedoch nie etwas. Geplant waren zwei mehrgeschossige Wohnhäuser mit rund 40 altersgerechten Wohnungen mit Service, Läden, einer Tiefgarage und einem kleinen Park beim so genannen «Denner»-Parkplatz, welcher jedoch heute gesperrt ist.
Die neue Eigentümerin HIG bestätigt den Kauf, hält sich aber zu Details wie dem Preis bedeckt. Geschäftsführer Roland Thoma erklärte gegenüber dem Tages Anzeiger, der Erwerb passe zur langfristigen Anlagestrategie. Ähnliche Investitionen tätigte die Stiftung zuletzt auch in Dietlikon. In Bassersdorf sieht sie grosses Potenzial für Wohnraum in gut erschlossener Lage.
Auf bestehendem Projekt aufbauen
Konkrete Baupläne gibt es noch nicht, doch die Stiftung prüft, auf bestehenden Projekten aufzubauen. Die Baubewilligung für die altersgerechten Wohnungen liegt weiterhin vor und ist derzeit noch gültig, wie von der Gemeindeverwaltung zu erfahren war. Allerdings ist Eile geboten: Die bereits zweite Baubewilligung kann nicht verlängert werden und verfällt nach spätestens drei Jahren.
Die Zeit drängt
Für Bassersdorf bedeutet der Eigentümerwechsel vor allem eines: Nach Jahrzehnten der Unsicherheit zeichnet sich erstmals eine realistische Perspektive für die Überbauung des prominenten Areals ab.

