Bassersdorf

Braune Rasen sorgen für Gesprächsstoff

Seit dem Bewässerungsverbot prägen vielerorts braune statt grüner Rasenflächen das Ortsbild. Während sich viele Einwohner an die Vorgaben halten, zeigt eine Befragung im Dorf, dass das Verbot nicht allen bekannt ist – oder aber bewusst missachtet wird.

Was einmal grün war … (um)

Viele Rasenflächen dürften in Bassersdorf ähnlich aussehen: braun statt sattgrün. Wer sich an das vom Kanton angeordnete Bewässerungsverbot gehalten hat, musste seinen Rasen während der heissen Tage sich selbst überlassen und zusehen, wie er sich zusehends braun verfärbte.

Auf das Bewässerungsverbot angesprochen, geben einige Passanten auf dem Dorfplatz an, nichts davon gewusst zu haben. Andere ärgern sich darüber, dass sich offenbar nicht alle an die Vorgaben halten – schliesslich seien weiterhin saftig grüne Rasen zu sehen. Wieder andere geben offen zu, das Verbot bewusst zu ignorieren.

Eine Anfrage bei der Gemeinde bestätigt diese Aussagen. Allgemeine Rückmeldungen zum Bewässerungsverbot seien zwar nicht eingegangen, vereinzelt sei die Verfügung jedoch missachtet worden. Als Gründe nennt die Gemeinde sowohl Unkenntnis als auch bewusste Verstösse. Bussen seien noch keine ausgesprochen worden. Die Kommunalpolizei verwarne beim ersten Verstoss, erst bei einer erneuten Missachtung werde gebüsst.

Kanton appelliert

Die Medienstelle der Baudirektion des Kantons Zürich gibt folgende Rückmeldung: Zu Beginn des Bewässerungsverbots habe es vor allem Anfragen aus Gemeinden gegeben, die seit diesem Sommer neu zum Befallsherd gehören. Viele meldeten verdächtige Käfer oder erkundigten sich nach deren Bestimmung, da der Japankäfer leicht mit ähnlichen Arten verwechselt werden könne.
Daneben habe es zahlreiche Fragen und auch Beschwerden zum Bewässerungsverbot gegeben – insbesondere wegen austrocknender Rasen. Der Kanton zeigt Verständnis für den Unmut, betont jedoch den Nutzen der Massnahme: Trockene Böden sind für die Eiablage des Käfers weniger attraktiv, zudem entwickeln sich Eier und Larven schlechter. Erfahrungen aus Norditalien hätten gezeigt, dass trockene Sommer die Käferpopulation im Folgejahr verringern könnten.
Der Kanton appelliert deshalb an die Bevölkerung, das Bewässerungsverbot konsequent einzuhalten und so die Ausbreitung der Schädlinge einzudämmen.

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