Bassersdorf

Centrumshüsli: Mit 52.15 Prozent lehnen Stimmbürger das Kulturprojekt ab

Knapp mehr als die Hälfte der Bassersdorfer Stimmbevölkerung stimmt gegen die Vorlage «Initiative Centrumshüsli» und dem damit verbundenen Kredit über eine halbe Million Franken.

Das Centrumshüsli. (rh)

Bei einer Stimmbeteiligung von 50.05 Prozent lag der Nein-Anteil bei 52.15 Prozent. Somit erhält der Verein «Im Centrum» von der Gemeinde keine finanzielle Unterstützung für sein Kulturprojekt.

Wenige Minuten nach Bekanntgabe des Abstimmungsresultats ringt Christoph Füllemann, Präsident des Vereins «Im Centrum», noch etwas um Worte. «Es war uns schon klar, dass es eine enge Sache werden würde», sagt er. Das «Nein» sei nun trotzdem ein Taucher. Dies auch, weil man im Vorfeld der Abstimmung mit grossem zeitlichen und finanziellen Aufwand in den Sozialen Medien eine Kampagne gefahren habe, die «erstaunlich gut» gelaufen sei.

«Kultur hat es schwer»

Die Gründe für die – wenn auch knappe – Ablehnung des Projekts ortet er zum einen in der ablehnenden Haltung von Gemeinderat und GRPK, andererseits in der gleichzeitig stattfindenden Abstimmung zu den Fussballplätzen und dem dazugehörenden Verpflichtungskredit über rund fünf Millionen Franken. «Bei den Fussballplätzen gibt es mehr Direktbetroffene, also stimmt man dem Kredit zu. Um trotzdem noch sparen zu können, lehnt man dann unseren Kredit ab», vermutet er. Allgemein habe die Kultur «leider einen schwierigen Stand».

Zwei Szenarien denkbar

Nach dem Nein fehlen dem Centrumshüsli weiterhin rund 700 000 Franken. Am Mittwoch treffen sich die Vereinsmitglieder zu einer Sitzung und besprechen das weitere Vorgehen. Im Raum stehen zwei Optionen. «Erstens, dass wir aufgeben und den Verein auflösen», so Füllemann. «Oder zweitens, dass wir weiterkämpfen und die finanziellen Mittel anderweitig beschaffen.» Man habe im Vorfeld bereits mit Banken das Gespräch gesucht und «wohlwollende Signale» für eine Hypothek zu guten Konditionen erhalten.

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