Bassersdorf

Ein Pflaster für Wunden und die Seele

Während die Fasnacht in Bassersdorf tobt, leisten die Samariter Erste Hilfe für Bedürftige. In der Regel verarzten sie kleinere Wunden und trösten bei grösserem Liebeskummer.

Marina Müller und Eric Vaterlaus sagen, dass ihr Samariter-Wissen ihnen schon in privaten Ernstfällen weitergeholfen hat. (np)

Es gibt kaum ein Festwochenende im Winter, das die Bassersdorfer so sehr aus den Häusern auf die Strasse lockt wie die Fasnacht. Doch vor allem in den späteren Abendstunden kommt es – wenn auch erfahrungsgemäss in überschaubarem Ausmass – zu Vorfällen, in deren Nachgang Feiernde Hilfe benötigen. Dafür stehen die Samariter bereit.

Am Samstagabend, kurz nach 21 Uhr, verhält sich noch alles ruhig in der Bungertstube. An diesem Abend sind insgesamt sechs Freiwillige im Einsatz, zusammen mit dem Standort im Mösli und der Patrouille, die mit einem neuen Rucksack ausgerüstet ist, der alles inklusive Defibrillator enthält. «Wir sind ein enges Team», verrät Marina Müller, eine der Helfenden. Die Motivation sei hoch und der Samariterverein von Bassersdorf und Nürensdorf habe sich über eine Verjüngung freuen dürfen. Aktuell besteht er aus 23 Mitgliedern.

Akuter Liebeskummer

In den vergangenen Jahren mussten die Samariterinnen und Samariter an der Fasnacht nur selten den Notruf alarmieren. Jedoch wuschen sie schon Augen aus, versorgten durch Scherben verursachte Wunden oder halfen Betrunkenen oder Opfern von Schlägereien. «Die meisten, die unter Drogeneinfluss stehen, verneinen dies zunächst, aber wir merken es sofort», fügt Eric Vaterlaus hinzu. Manchmal gehe es auch schlicht darum, da zu sein, wenn etwas sei. «Zum Beispiel bei akutem Liebeskummer», erzählen die Mitglieder des Teams um die Präsidentin Vreni Hofmann. Sie erhält übrigens im März nach sechs Jahren eine Nachfolgerin.

Aus Sicht des Sanitätsdienstverantwortlichen im Verein, Patrik Stuber, sei die Fasnacht eher ruhig vonstattengegangen, was ihn freue. «Für die neueren Helfenden erweist sich der Einstieg so als einfacher. Man kann sich an den Rhythmus der Fasnacht gewöhnen.» Zum Glück sei es nur zu Bagatellen und keinen lebensbedrohlichen Situationen gekommen.

Diesen Artikel können Sie liken!

Werbung