Bassersdorf

Kreiselumgang gegen notorischen Verkehrsstau

Rund 40-50 Personen haben am frühen Samstagabend, 22. November, mit einem einstündigen Kreiselumgang gegen den notorischen Verkehrsstau im Zentrum von Bassersdorf protestiert. Sie wollen damit ein Zeichen setzen und «die Obrigkeit» dazu auffordern, endlich etwas gegen das tägliche Verkehrschaos im Dorf zu tun.

Zahlreiche Sympathisanten schlossen sich dem Kreiselumgang an. (rh)
Initiant Kellenberger (mit Stock) umrundet forschen Schrittes den Kreisel (rh)

Aufgerufen dazu hatte der umtriebige Bassersdorfer Adolf Kellenberger auf Flyern und in der Facebookgruppe «Du bisch vo Bassersdorf wenn…».  Er lehnte seine Aktion an ein Ereignis an, das sich just am 22. November vor 185 Jahren in Bassersdorf zugetragen hatte. 1840 versammelten sich, gemäss geschichtlicher Überlieferung, rund 10 000 Zürcher in Bassersdorf, um ihren Unmut gegenüber der damaligen Obrigkeit zu zeigen Sie forderten von der Regierung mehr Volksrechte. Der Tag hatte Wirkung, nicht nur im Kanton, sondern im ganzen Land.

Aufruf zum Handeln

Der aktuelle stille Protest richtet sich gegen die Belastung von rund 20 000 Fahrzeugen, welche das Zürcher Unterländer Dorf täglich schlucken muss und der Tatsache, «dass Volksvertreter und Regierung nichts dagegen unternähmen», wie es im Flyer heisst. Gemeint ist der Bau einer Umfahrungsstrasse im Süden von Bassersdorf, welche seit Jahrzehnten ein Thema ist.

So versammelten sich an diesem frostigen Samstagabend um 17 Uhr immerhin 40-50 Frauen und Männer mittleren Alters aus dem Dorf, um eine Stunde lang den Kreisel über die Fussgängerstreifen zu umlaufen. Die kritische Masse blieb zwar aus, doch der Verkehr kam auf allen Seiten trotzdem zeitweise ins Stocken. Auch die Polizei und die Verkehrsbetriebe hatten «Wind» von der Aktion erhalten und waren mit einer Patrouille beziehungsweise einem Vertreter des öV vor Ort. Sie mussten jedoch nicht einschreiten, da die Blechlawine durchs Dorf die übliche Länge nicht überschritt.

Fortsetzung folgt

Initiant Kellenberger zeigte sich mit der Aktion zufrieden und hofft, dass diese Aktion zum Signal wird und die Teilnahme in den kommenden Jahren anwachsen werde, denn seine Absicht ist es, den Protestumgang ab jetzt regelmässig am 22. November durchzuführen.

Diesen Artikel können Sie liken!

Werbung