Bassersdorf

Sozialbauten: Zweiter Standort nach wie vor offen

Um das von Kanton zugeteilte Kontingent an Asylbewerbenden mittel- bis langfristig zu lösen, sollen in Bassersdorf zwei Sozialbauten errichtet werden. Der Gemeinderat hat im vergangenen Februar die Bevölkerung erstmals dazu informiert. Nun gibt er weitere Details bekannt.

Eine erste Visualisierung zeigt, wie der Sozialbau im Ufmattenquartier dereinst aussehen könnte. (zvg)

Die Gemeinde Bassersdorf ist gesetzlich dazu verpflichtet, einer vom Kanton definierten Anzahl von Asylsuchenden und Schutzbedürftigen Unterkunft zu gewähren. Die Gemeinde kann dieser Verpflichtung per 1. Juli 2024 nicht mehr vollständig nachkommen, da nicht genügend Asyl- und Notunterbringungsplätze zur Verfügung stehen, wie er in einer Medienmitteilung von dieser Woche schreibt.

Die bisher bewährte Strategie der dezentralen Unterbringung in gemeindeeigenen Liegenschaften oder Mietwohnungen sei längst an ihre Grenzen gestossen. Der zusätzliche Bedarf an Mietwohnungen konnte in den letzten Monaten oft nur durch befristete Mietverhältnisse sichergestellt werden. Gleich mehrere dieser befristeten Mietverträge liefen im Jahr 2024 aus. Angesichts des angespannten Wohnungsmarkts gestalte sich auch die Suche nach Ersatzwohnungen äusserst schwierig, heisst es in der Mitteilung weiter.

Zwei Sozialbauten mit je 50 Plätzen

Um das Problem mittel- bis langfristig anzugehen, hat der Gemeinderat entschieden, zwei dezentrale Sozialbauten mit je 50 Plätze zu errichten. Über das Vorhaben hat er die Quartierbewohnenden des Ufmattenquartierts – dort wo ein erster solcher Bau zu stehen kommen soll – im vergangenen Februar erstmal informiert.

Der Standort gleich gegenüber der Werstoffsammelstelle sei sorgfältig ausgewählt worden und biete mit Land der Gemeinde, zonenkonformer Lage und ausreichender Fläche optimale Voraussetzungen für das geplante Projekt, schreibt der Gemeinderat in seiner neusten Information zum Projekt. Die Kosten für den Sozialbau im Ufmatten-Quartier belaufen sich auf 4.98 Millionen Franken. Das Bauland wird mit rund einer Millionen Franken veranschlagt und stelle einen Bestandteil des Verpflichtungskredits dar. Diese Parzelle befindet sich bereits im Eigentum der Gemeinde. Über die Genehmigung des Kredites haben die Stimmberechtigten am 24. November an der Urne zu befinden. Am 17. September findet dazu eine vorberatende Gemeindeversammlung statt. Ein Bezug ist frühestens im Spätsommer 2026 möglich.

Noch keine Entscheidung für zweiten Standort

«Für den zweiten Sozialbau konnten nach einer Evaluation die bestehenden Standorte auf drei Grundstücke reduziert werden: das gemeindeeigene Grundstück mit der Zivilschutzanlage Sagi, das Kantonsgrundstück beim Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit (KZU) sowie ein gemeindeeigenes Grundstück in Baltenswil. Aktuell ist ebenfalls eine Anfrage beim Kanton hängig, ob und unter welchen Rahmenbedingungen Kantonsland für eine Unterkunft auf dem Gemeindegebiet von Bassersdorf zur Verfügung stehen würde. Je nach Ergebnis dieser Klärung kann sich die Anzahl möglicher Standorte reduzieren oder erhöhen. Aufgrund der aktuellen Situation konnte für den zweiten Standort noch keine endgültige Entscheidung getroffen werden», schreibt der Gemeinderat.

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