Vom Obernarr zum Böögg
Das diesjährige Bassersdorfer Sechseläuten verspricht einen guten Sommer: Nur gerade drei Minuten und 20 Sekunden dauerte es, bis der Kopf des Bööggs explodierte.
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Der Bassersdorfer Böögg sorgt jedes Jahr für Aufmerksamkeit und das nicht ohne Grund. Seit mehr als 20 Jahren werden unterschiedliche Figuren verbrannt, von internationalen Persönlichkeiten bis hin zu gesellschaftlichen Themen. Damit unterscheidet sich Bassersdorf bewusst vom Zürcher Original.
In diesem Jahr fiel die Wahl auf Rolf Zemp, der nach 28 Jahren als Obernarr der Fasnacht zurückgetreten ist. «Es ist die grösste Ehre, auf dem Sechseläutenplatz verbrannt zu werden», sagte Zemp. Die Wahl sei zwar eine Überraschung gewesen, ganz unerwartet kam sie für ihn jedoch nicht.
Schöner Sommer
Zahlreiche Schaulustige versammelten sich am Montagabend auf der Sechseläutenwiese in Bassersdorf, um dem traditionellen Spektakel beizuwohnen. Wie bereits im Vorjahr wurde das Fest unter einem verschärften Sicherheitskonzept durchgeführt. Das Publikum verfolgte das Geschehen hinter Absperrungen, während die Zünfte den Platz in einer rund 15 Minuten langen Aufwärmrunde den Platz umrundeten, bevor der Böögg von Bööggbauer Werner «Helmi» Hermann entzündet wurde.
«Erfahrungsgemäss holen wir den Böögg in Zürich ein», meinte Chrigel Weiss. Dieses Jahr explodierte der Zürcher Böögg jedoch bereits nach 12 Minuten und 48 Sekunden. Der Bassersdorfer Böögg war mit drei Minuten und 20 Sekunden zwar deutlich schneller, konnte den zeitlichen Vorsprung von Zürich jedoch nicht wettmachen.

