Bassersdorf

Bassersdorfer Sekundarschüler präsentieren ihre Abschlussarbeit

Ende Juni stellten die Schüler der Sekundarschule Mösli ihren Freunden, ihrer Familie und anderen Besuchenden vor, woran sie in den letzten Monaten gearbeitet hatten. Dabei wurden neben klassischen auch diverse aktuelle Themen ins Licht gerückt.

Romina Wolperth (l.) zeigt bei der Vernissage ihre Begeisterung für die Medizin und wird dabei unterstützt von einer Freundin. (np)
Luna Matalone bringt eine Kleisterskulptur mit mentaler Gesundheit in Verbindung. (np)
Ian Morath hat den Krimi «Von allen gehasst» geschrieben und dokumentierte, wann im Schreibprozess sogar künstliche Intelligenz ins Spiel kam. (np)

Das Ende der Sekundarschulzeit ist von bedeutsamen Momenten geprägt. Einer davon ist, die Abschlussarbeit abgegeben zu haben und sie nun feierlich an einem eigenen Stand zu präsentieren. Dies taten die Bassersdorfer Schüler an einem Donnerstagabend Ende Juni – oft mit Stolz und Vergnügen.

Neu ist, dass aufgrund des «Lehrplanes 21» der Projektunterricht, vorgesehen für eben diese Arbeit, um eine Stunde auf noch zwei pro Woche reduziert werden musste. Um dem Rechnung zu tragen, wird von den Schreibenden keine Dokumentation mehr verlangt, sondern nur noch das Produkt und ein Arbeitsjournal, wie die Lehrerin Mona Schürch erklärt.
Typischerweise reichen die entstandenen Produkte von Büchern wie dem Krimi von Ian Morath hin zu einem Roboter von Alaz Mahmood bis zu selbstgebauten Werken wie Miniaturgebäuden, Hundehütten und Bambusbrunnen. Oft zeigen Schüler Bilder, die den Entstehungsprozess untermalen oder erklären, was ihnen geholfen hat. Brandaktuelles Beispiel: Für Synonyme und weiteres hat Ian beim Schreiben künstliche Intelligenz eingesetzt.

1400 Franken gesammelt

Zahlreiche Arbeiten stehen in Verbindung mit den Wurzeln der Präsentierenden. So wird beispielsweise die Küche sowie die Kultur von Griechenland oder Spanien vorgestellt.
Auch Diana Mohtashamian lenkt mit einer Spendenaktion für Kinder die Aufmerksamkeit auf ihre Heimat, den Iran. Bald wird sie hinfliegen und die Einnahmen einer Organisation vor Ort übergeben, wie sie erzählt. Einen Tisch weiter links steht Enya, die bei mehreren Kuchenverkäufen rund 1400 Franken für die weltweite Aktion «Unihockey für Strassenkinder» gesammelt hat.

Mehr Achtsamkeit

Neben zeitgenössischen Themen wie Armutsbekämpfung oder solarbetriebenen Fahrzeugen fällt vor allem etwas auf: Bereits in jungen Jahren wird das Wort Gesundheit gross geschrieben. Bei einer Schülerin, die ein Fitnesskochbuch erstellt hat und einem weiteren Schüler kommen zum Beispiel Proteinjunkies auf ihre Kosten. Letzterer hat sich mithilfe eines Arztes Wissen zu jeglichen Nahrungsergänzungsmitteln für Sportler angeeignet und dies auf einer eigenen, noch nicht öffentlichen Website, zusammengetragen.

Romina Wolperth freut sich besonders auf ihre Lehre als Fachfrau Gesundheit und hat sich jegliches Wissen zur Ersten Hilfe im Rahmen ihrer Arbeit bereits angeeignet. Das vermehrte Bewusstsein für die Wichtigkeit der mentalen Gesundheit schlägt sich ebenfalls in einigen Arbeiten nieder. Nina Spiess greift mit ihrem Tagesplaner für mehr Achtsamkeit einen Trend auf.
Und Luna Matalone will Aufmunterung mit ihren Spruchzetteln zum Mitnehmen schaffen, die am Fusse einer Kleisterskulptur liegen. Jene soll die «Flucht aus meiner Realität» darstellen und ein Zeichen setzen, dass Menschen mit Depressionen gehört werden.

Diesen Artikel können Sie liken!

Werbung
Werbung