Sport

Samuel Eberle hört als Trainer beim Herrenteam auf

Das Herrenteam von UBN hat sich in den letzten Jahren zu einer festen Grösse in der 1. Liga entwickelt. Ein grosser Anteil daran hat der langjährige und jetzt abtretende UBN-Trainer Samuel Eberle.

Samuel Eberle erlebte gegen Pfannenstiel sein letztes Spiel als UBN-Trainer. (Bild: zvg)

Samuel Eberle, die Saison für UBN ging im Halbfinale zu Ende. Die Niederlage gegen Pfannenstiel war gleichzeitig Ihr letztes Spiel als UBN-Trainer. Wie ist die Gefühlslage?

Das letzte Spiel war sehr enttäuschend. Wir haben in der Playoff-Serie vorgelegt und anschliessend zweimal verloren. Wir konnten unser Saisonziel nicht erreichen und natürlich habe ich mir auch ein anderes Ende als Trainer vorgestellt.

Hat am Schluss ein wenig das Spielglück gefehlt?

Nein, dies würde ich nicht sagen. Wir haben uns auf die Playoffs nochmals gesteigert, doch es war nicht genug. Um die Weihnachten hatten wir eine schwache Phase und wurden in unserer Entwicklung zurückgeworfen.

Wie gross war der Gedanke während den Playoffs, dass Ihre doch lange Zeit bei UBN nach einer Niederlage plötzlich fertig sein kann?

Ich hatte es im Hinterkopf, doch ich versuchte jedes Spiel als normales Playoffspiel anzuschauen. Nach dem Schlusspfiff und dem definitiven Saisonaus kamen die Emotionen hoch. Es sind sehr spezielle Emotionen, die man ausserhalb des Teamsports kaum erlebt.

Wie blicken Sie auf die letzten Jahre als UBN-Trainer zurück?

Es war eine sehr lange und intensive, aber wunderschöne Reise. Wir haben uns sportlich von einem Hauruck-Unihockey zu einem klaren Spielstil entwickelt und so enorm viel mehr Qualität am Ball gewonnen. Dem Trainerteam und mir gelang es immer wieder, junge motivierte Nachwuchsspieler ins Team einzubauen und sie zu wichtigen Stützen der ersten Mannschaft zu machen.

Die erfolgreiche Nachwuchsarbeit ist tatsächlich ein grosses Thema bei UBN. Wie haben Sie diese erlebt?

Ich lernte einige Spieler im Alter von 16 Jahren kennen und durfte sie nun mehrere Jahre vom Jugendlichen bis ins Erwachsenenalter begleiten. Ihre positive Entwicklung zu verfolgen und sie stets zu fördern, machte grossen Spass. Osterhase

Ihre Zeit bei UBN ist zu Ende. Wo sehen Sie das Potenzial des Teams?

Langfristig gesehen liegt sicher viel drin. Es ist ein cooler Verein, der in der Region gut verankert ist. Sollte es in Zukunft noch mehr Turnhallen geben, wären sicherlich auch mehr Trainings möglich. Ich sehe einen Aufstieg in die zweithöchste Liga als realistisches Ziel.

Mit 35 Jahren ist Ihre Trainerkarriere vermutlich noch nicht zu Ende. Wie geht es für Sie weiter?

Ich freue mich tatsächlich auf neue Herausforderungen. Auch für die Herren von UBN ist es nun gut, dass neue Impulse von aussen kommen. Ich werde demnächst zum zweiten Mal Vater und freue mich, die Spiele von UBN als Zuschauer zu verfolgen. Alles weitere wird die Zukunft dann weisen.

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